In einem durchschnittlichen Reinigungsteam in Deutschland sprechen die Mitarbeiter drei bis fünf verschiedene Muttersprachen. Der Reinigungsplan hängt aber nur auf Deutsch an der Wand. Das kann nicht funktionieren.
Die Realität auf der Fläche
Wer Reinigungsteams führt, kennt die Sprachverteilung. Polnisch, Türkisch, Rumänisch, Arabisch, Russisch, Spanisch – jede dieser Sprachen ist in deutschen Reinigungsteams vertreten. Die Verständigung untereinander funktioniert oft erstaunlich gut. Aber wenn es um schriftliche Anweisungen geht, klafft eine Lücke.
Die typische Workaround-Lösung: einsprachige Pläne, mündliche Übersetzung durch eine Vorarbeiterin, hoffen, dass alle es verstanden haben. Funktioniert manchmal. Bei neuen Mitarbeitern, bei Aushilfen, in komplexen Aufgaben – oft nicht.
Was Hyginify bietet
Mit Version 3.6.0 haben wir die Interface-Übersetzung in mehreren Sprachen veröffentlicht. Polnisch, Türkisch, Englisch, Französisch, Spanisch, Russisch, Arabisch – jede Reinigungskraft sieht Hyginify in der Sprache, die sie selbst gewählt hat. Im selben Konto, mit denselben Plänen, aber unterschiedlicher Oberflächen-Sprache pro Benutzer.
Das gilt für alle Bereiche der App: Menüpunkte, Aufgabenbeschreibungen, Hilfetexte, Fehlermeldungen. Auch die mobile App passt sich automatisch an die Sprache des Telefons an.
Was darüber hinausgeht: Visuelle Anweisungen
Übersetzte Aufgabennamen sind ein Anfang. Aber „Edelstahltisch desinfizieren” auf Polnisch heißt für einen frischen Mitarbeiter trotzdem: Welche Methode? Welches Mittel? Welche Einwirkzeit?
Hier kommen Reinigungsanweisungen mit Foto und Video ins Spiel. Sie sprechen keine Sprache – oder besser: sie sprechen alle. Ein Foto vom korrekt gereinigten Tisch, ein 10-Sekunden-Video der Wischtechnik, eine markierte Anweisung beim Reinigungsmittel. Alles funktioniert sprachunabhängig.
Die Kombination ist mächtig: Interface in der eigenen Sprache, Aufgabenanweisungen visuell. Wer beides nutzt, reduziert Missverständnisse drastisch – ohne dass eine Person dauerhaft als Übersetzer fungieren muss.
Praxistipp: Der Onboarding-Check
Bei neuen Mitarbeitern empfehlen wir folgenden Schritt: Lassen Sie sie die ersten drei Aufgaben selbstständig durchgehen, mit Anweisungen, ohne mündliche Erklärung. Wenn sie es schaffen, ist der Plan gut beschrieben. Wenn nicht, weiß man, wo Anweisungen fehlen oder unklar sind.
Das ist nicht nur ein Test für den Mitarbeiter, sondern für Ihren Plan. Pläne, die mit visuellen Anweisungen funktionieren, funktionieren in der ganzen Belegschaft.
Welche Sprachen werden unterstützt
Aktuell: Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Polnisch, Türkisch, Russisch, Arabisch. Weitere Sprachen kommen, wenn die Nachfrage da ist – wenn Sie eine bestimmte Sprache vermissen, schreiben Sie uns.
Was es nicht ist
Hyginify übersetzt nicht automatisch Ihre selbst angelegten Aufgabennamen oder Beschreibungen. Wenn Sie einen Plan auf Deutsch anlegen, bleiben die Inhalte deutsch – nur das Interface drumherum spricht die Sprache des Nutzers. Für die Aufgaben selbst empfehlen wir Foto/Video oder eine zweisprachige Beschreibung.
Warum das wichtig ist
Reinigungsbranche und Sprachvielfalt gehören untrennbar zusammen. Wer das ignoriert, baut Tools an der Realität vorbei. Wir glauben: Software soll sich der Belegschaft anpassen, nicht umgekehrt.